Festival  2005 OUT OF CONTROL

DER HANDSCHUH DES IMMANUEL

Hörtheater von Klaus Lang  (UA)

 

Vermutlich gibt es nur wenige Werke, die der von ihrem Schöpfer verkündeten ästhetischen Doktrin voll entsprechen. In der Regel geraten Kunstwerke in komplizierte Bezüge zu den rein ästhetischen Idealen ihres Autors. Sie beschränken sich nicht auf sie, da die künstlerische Struktur immer reicher als das ihr zugrundeliegende theoretische Schema ist.

Andrej Tarkowskij

 

Sehen ohne Augen

Musik als Darsteller von Raum. Raumentstehung durch Entfaltung desselben in der Zeit und durch Zeit “hörbar” gemacht. Wie bei Symposion wird der sogenannte Zuschauer/-hörer sein eigener Regisseur. Das Ohr wird zum Auge. Nur wer hier zuhört, kann zuschauen. Vor allem, wenn er die Augen schließt. Ein synästhetisches Erlebnis.