Natalia Pschenitschnikowa
                        Komponistin - Interpretin - Performerin

 

Biographie                  natalia 100 Foto für Druck

Natalia Pschenitschnikowa wurde in Moskau geboren. Sie erhielt seit frühester Kindheit Musikunterricht (Klavier) und besuchte zunächst 12 Jahre die Zentrale Musikschule, dort studierte sie Flöte. Danach absolvierte sie das Staatliche Tschaikowskij-Konservatorium als Flötistin und schloss ihr Solistenexamen mit Auszeichnung ab. Parallel dazu studierte sie Tanz (klassisches Ballett).

Mit 17 Jahren war sie Mitglied einer experimentellen Theatergruppe und beschäftigte sich dort mit Klangexperimenten, Kompositionen, Schauspiel und Tanz.

Danach arbeitete sie als Solistin und Kammermusikerin und widmete sich insbesondere der Barockmusik auf historischen Instrumenten sowie der zeitgenössischen Musik.

Gleichzeitig hat Sie mit verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern der Moskauer Avantgarde in Form von Klangaktionen, Performances, Improvisationen, Theater- und Tanzprojekten oder Videos zusammen- gearbeitet. Dazu gehören Auftritte als Performance-Künstlerin zusammen mit German Vinogradow, Dmitri A. Prigov, Alexej Sagerer, Dmitrij Prigow, Christian Marclay, Peter Machjdik u. a..

Außerdem unternahm sie einige Konzertreisen durch die UdSSR mit ihrer Schwester Elena (Piano und Cembalo), mit der sie seit ihrer Kindheit im Duo spielte.

Schwerpunkte ihrer Konzerte waren selten gespielte Stücke des 18.Jahrhunderts auf Nachbauten historischer Instrumente und immer mehr Werke des 20. Jahrhunderts, z.B. Kompositionen von Lourié, Vèrese, Denissow, Stockhausen, Gubaidulina und anderen.

Im Performance-Bereich realisiert sie außerdem verschiedene Soloprojekte.
Es gab auch einige Aktionen mit bildenden Künstlern, in denen sich die Grenzen der Kunstarten auflösten.

Außerdem spielte sie auf verschiedenen internationalen Festivals als Solistin für Flöte/Gesang, u. a. Moskauer Herbst, Huddersfield-Festival, Internationales Flötenfestival Helsinki, Alternativa Moskau, Berliner Festspiele, Kammermusikfest Lockenhaus, Aterforum Ferrara, Inventionen Berlin, Biennale Venedig, Donaueschinger Musiktage, Wien Modern, Huddersfield Contemporary Music Fest, Berliner Festwochen, u.v.a..

In den letzten Jahren hat sie sich als Vokalistin im experimentellen Bereich einen Namen gemacht. Außerdem ist sie Autorin verschiedenen Klangaktionen, konzeptueller Kompositionen und von Film- und Theatermusik.

Für Natalia Pschenitschnikova wurden mehrere Werke sowohl für Flöte oder Stimme, als auch für die Kombination Flöte/Stimme komponiert. Sie hat unter anderem Stücke von  Peter Ablinger, Nic Collins, Johannes Fritsch, Anna Ikramova, Gija Kanchelli, Vadim Karassikov,  Siegfried Kopf, Bernhard Lang, Klaus Lang, Daniel Matej, Sergej Newski und Helmut Oehring zur Uraufführung gebracht.

Sie arbeitete auch mit so unterschiedlichen Musikern wie Dietmar Diesner, Alexej Ljubimow, Elsbeth Moser, David Moss und Wladimir Tarassow zusammen und mit Dirigenten wie Wladimir Jurowskij, Peter Rundel, Dennis Russel-Davies, Jürg Wyttenbach , u.v.a..

Von 1995 - 2001 war sie Mitglied im Ensemble Zwischentöne.

Im Januar 2003 gründete sie  zusammen mit Michiko Hirayama und den Choreographen und Tänzern Enzo Cosimi und Massimo Moricone  in Rom das Ensemble für Contact-Performance-lmprovisation "Existential Turtle" (Das erstes Konzert war in Rom am 23. Januar 2003, „LAB:ORATORY“)
Dies geschah im Rahmen ihrer Scelsi-Studien

Zur Zeit bilden Vokalwerke von Ciacinto Scelsi und Iannis Xenakis einen Schwerpunkt in ihrem Repertoire.

Außerdem gründete sie 2003 zusammen mit Ellen Fricke, Rainer Killius und Alex Nowitz   das Ensemble morphmechanik, ein Vokalquartett für experimentelle Musik.

Von Natalia Pschenitschnikowa liegen Schallplatten- und CD-Aufnahmen der Firmen Melodija, Art & Electronica, col legno und ECM Records vor.

Seit 1993 lebt sie in Berlin.

 

Genauere Daten zu ihrem Schaffen finden Sie unter Archiv 

Natalia Pschenitschnikowa führt Werke russischer (GUS) und westlicher Komponisten   auf und macht sie auch auf der jeweils anderen Seite unseres lange getrennten Kontinents bekannt. Damit ist sie ein hervorragendes Beispiel und eine Förderin für die interkulturelle Vernetzung der Neuen Musik in Berlin und Europa.

 

besuchen Sie bitte auch die Site:
http://mugi.hfmt-hamburg.de/   > multimediale Seiten > Natalia Pschenitschnikova
Diese Seite ist aber auf dem Stand von Januar 2002

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